VIS-À-VIS: Wiener Startup lässt Kund:innen Preis für Kleidung selbst bestimmen

VIS-À-VIS: Wiener Startup lässt Kund:innen Preis für Kleidung selbst bestimmen

7 Apr 2021 0 Von HaPe

Das Thema Nachhaltigkeit ist zu einem wichtigen Teil der Modeindustrie geworden. Viele Kunden wünschen sich Kleidung, die unter umweltfreundlichen Bedingungen entstanden sind. Deswegen ist Transparenz bei der Herkunft der Texttilien besonders wichtig. Mit dem Wiener Kleidungs-Startup VIS-À-VIS wollen die beiden Gründerinnen Theresa Hajek und Stefanie Leitner ihrer Kundschaft durch moderne Medien alle wichtigen Informationen geben und ihnen selbst die Wahl überlassen, wie viel sie bezahlen wollen.

„Kundschaft trifft bewusst Entscheidung“

„Unsere Kundschaft kauft bei uns nicht einfach schnell mal ein Kleidungsstück, sondern trifft bewusst eine Entscheidung. Das fängt dabei an, dass sie sich das Produkt selbst nach den eigenen Bedürfnissen zusammenstellen kann. Wir fertigen es erst an, wenn es in Auftrag gegeben wurde, so vermeiden wir Überproduktion“, erklären die beiden Jungunternehmerinnen.

Theresa Hajek und Stefanie Leitner haben laut eigenen Angaben das Konzept für VIS-À-VIS bei der Sustainabilty Challenge der Universitäten Wiens im Oktober 2020 entwickelt. Sie planen neben dem Online-Shop auch einen Pop-Up-Store. In beiden Fällen wollen sie genau zeigen, woher Stoffe kommen, was die Idee hinter einem Design war sowie wer für die Schnitte und das Nähen zuständig ist.

VIS-À-VIS zeigt Arbeit hinter Kleidungsstück

Durch die Transparenz soll laut den beiden Gründerinnen klar werden, wie viel Arbeit hinter einem Kleidungsstück steckt. Anhand dieser Informationen soll das Klientel entscheiden, wie viel sie zahlen will. „Wir wollen das Bewusstsein steigern, dass die Produktion eines T-Shirts um drei bis fünf Euro – ohne dies auf Kosten anderer Menschen oder der Umwelt zu machen – unmöglich ist“, sagen Hajek und Leitner.

Im April soll der Social-Media-Auftritt von VIS-À-VIS laut den beiden Jununternehmerinnen starten. Mitte Juli wollen die Gründerinnen den Pop-Up-Store für den Zeitraum von einer Woche öffnen. Für den physischen Standort sollen Interessierte im Voraus Kleidungsstücke bestellen. Diese wird das Startup dann exklusiv produzieren. Schließlich sollen sie im Store zur Abholung bereit stehen. Hajek und Leitner suchen nebenbei noch nach geeigneten Partnern und Lieferanten. Ob sich das Konzept umsetzen wird, muss sich noch zeigen.